Wer bei 50 Arbeitsplätzen die falsche SentinelOne-Edition wählt, zahlt bis zu 9.985 Euro pro Jahr zu viel oder zu wenig Schutz. Wird zu tief eingekauft, fehlt später die Storyline-Telemetrie – die lückenlose Rekonstruktion eines Angriffsverlaufs – für eine saubere Vorfallsanalyse. Wird zu hoch eingekauft, zahlt das Unternehmen jährlich vierstellige Beträge für Managed Threat Hunting, das nie abgerufen wird. Dieser SentinelOne Editionen Vergleich ordnet alle fünf SentinelOne-Singularity-Editionen nach Funktionsumfang, Preis und Zielgruppe – inklusive direktem Bezug zur EDR-Kategorie im Shop. Kurz vorweg: Core oder Control genügen ohne eigene Sicherheitsabteilung, Complete passt zu Unternehmen mit eigenem EDR-Team, Commercial und Enterprise lohnen sich ohne eigenes SOC-Personal.
SentinelOne Editionen Vergleich: Preise und Kernfunktionen im Überblick
Alle Preise gelten pro Workstation beziehungsweise Arbeitsplatz und Jahr, zzgl. 19 % MwSt., bei zwölf Monaten Laufzeit.
| Edition | Preis/Jahr | Kernfunktion zusätzlich | Zielgruppe |
|---|---|---|---|
| Core | 45,53 € | KI-basierter NGAV/EPP-Schutz, Offline-Erkennung, 1-Klick-Rollback | Kleine Teams, Basis-Endpointschutz |
| Control | 53,72 € | Firewall Control, USB-/Bluetooth-Device-Control, Rogue Device Discovery | Wachsende IT mit Angriffsflächen-Management |
| Complete | 108,09 € | Storyline-Telemetrie, Purple-AI-Threat-Hunting, Full Remote Shell | Unternehmen mit eigenem EDR-Bedarf |
| Commercial | 185,46 € | Identity Detection & Response, 90 Tage Datenaufbewahrung, Managed Threat Hunting | Firmen ohne eigenes SOC-Personal |
| Enterprise | 245,23 € | Agentic-AI-SOC-Analyst, Network Discovery, forensische Datensammlung | Komplexe Umgebungen mit hohem Compliance-Druck |
Alle Preise pro Workstation/Jahr, zzgl. 19 % MwSt., bei zwölf Monaten Laufzeit. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf: Control enthält alle Core-Funktionen, Complete alle Control-Funktionen, und so weiter bis Enterprise.
Singularity Core: Reicht die Basis-Edition für Ihr Unternehmen?
Core ersetzt klassische Antivirensoftware durch statische und verhaltensbasierte KI-Modelle statt Signaturen. Der Schutz funktioniert auch offline, weil die Erkennung lokal auf dem Endpoint läuft und nicht auf eine ständige Cloud-Verbindung angewiesen ist. Ein infizierter Rechner lässt sich per 1-Klick-Rollback in den Zustand vor dem Angriff zurücksetzen, ohne dass IT-Personal manuell Snapshots einspielen muss.
Für Betriebe ohne eigene Sicherheitsabteilung, die primär Ransomware und Commodity-Malware abwehren wollen, deckt Core den Großteil des Risikos ab. Wer jedoch Vorfälle im Detail nachvollziehen oder Angriffe aktiv jagen will, stößt bei Core an Grenzen – dafür fehlt die Storyline-Telemetrie der höheren Editionen.
Ein häufiger Einstiegsfehler: Unternehmen wechseln von klassischer signaturbasierter Antivirensoftware zu Core und erwarten dieselbe Bedienoberfläche. Die Verwaltung läuft vollständig über die cloudbasierte Management-Konsole, was initial etwas Einarbeitungszeit kostet, langfristig aber zentrale Sichtbarkeit über alle Endpoints schafft – auch über Standortgrenzen hinweg.
Control: Wann lohnt sich Angriffsflächen-Management?
Control ergänzt Core um Firewall Control für Windows, macOS und Linux sowie USB- und Bluetooth-Device-Control. Rogue Device Discovery meldet unbekannte Geräte im Netzwerk, bevor sie zum Einfallstor werden. Der Preisunterschied zu Core liegt bei rund 8 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr – ein überschaubarer Aufpreis für IT-Teams, die USB-Sticks und private Endgeräte aktiv kontrollieren müssen.
Sinnvoll ist Control besonders in Umgebungen mit Werkstattarbeitsplätzen, Produktionsrechnern oder Zweigstellen, an denen physischer Zugriff auf Endpoints schwer zu überwachen ist. Ein Filialbetrieb mit häufig wechselndem Personal profitiert zusätzlich von der automatischen Geräteerkennung: Ein privates USB-Laufwerk am Kassenrechner fällt sofort auf, statt erst bei der nächsten manuellen Inventur.
Complete: Volles EDR mit Storyline und Purple AI
Complete ist die erste Edition mit vollwertigem EDR. Die patentierte Storyline-Technologie verkettet Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse automatisch zu einer nachvollziehbaren Angriffskette, statt einzelne Logeinträge manuell zusammenzusuchen. Purple AI unterstützt beim Threat Hunting mit natürlichsprachlichen Abfragen, Full Remote Shell erlaubt forensischen Zugriff auf einen kompromittierten Endpoint ohne physische Präsenz vor Ort.
Der Sprung von Control auf Complete ist mit gut 54 Euro der größte Preisschritt der Produktlinie – er markiert den Übergang von reiner Prävention zu aktiver Erkennung und Reaktion.
Commercial und Enterprise: Wann übernimmt SentinelOne die Analyse?
Ab Commercial liefert SentinelOne nicht nur Werkzeuge, sondern auch Analyseleistung. Identity Detection & Response erkennt kompromittierte Zugangsdaten und laterale Bewegungen im Active Directory, 90 Tage Datenaufbewahrung erfüllen viele Nachweispflichten, und Managed Threat Hunting lässt ein SentinelOne-Team aktiv nach Bedrohungen suchen, die die Automatik übersehen hat.
Enterprise geht einen Schritt weiter: Der Agentic-AI-SOC-Analyst übernimmt Teile der Vorfallsbewertung automatisiert, Network Discovery kartiert auch nicht verwaltete Geräte im Netzwerk, und forensische Datensammlung richtet sich an Organisationen mit hohem Compliance- und Nachweisaufwand – etwa im Rahmen der NIS2-Richtlinie. Ein strukturiertes Onboarding ergänzt die Enterprise-Edition einmalig als Service, zusätzlich zum jährlichen Lizenzpreis.
Diese beiden Stufen lohnen sich vor allem, wenn intern kein eigenes Security Operations Center existiert und Vorfälle nicht 24/7 durch eigenes Personal bearbeitet werden können. Der Aufpreis von Complete zu Commercial liegt bei rund 77 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr – wirtschaftlich vertretbar, weil das Unternehmen dafür keine eigene Nachtschicht für Alarmbearbeitung aufbauen muss. Der Sprung von Commercial zu Enterprise kostet weitere rund 60 Euro und rechnet sich vor allem dort, wo forensische Nachweispflichten oder eine lückenlose Dokumentation für Auditoren gefordert sind. Unsicher zwischen Commercial und Enterprise? Der Produktberater klärt den tatsächlichen Bedarf in wenigen Minuten.
Welche SentinelOne-Edition passt zu meinem Unternehmen?
Kleine Teams ohne Sicherheitsabteilung fahren mit Core oder Control meist ausreichend geschützt. Unternehmen mit eigener IT-Sicherheit und Untersuchungsbedarf sollten zu Complete greifen. Fehlt internes SOC-Personal komplett, rechtfertigen Commercial oder Enterprise den Aufpreis durch Managed Threat Hunting und automatisierte Analyse – die Endpoint-Anzahl und vorhandene Sicherheitsressourcen entscheiden dabei stärker als der reine Funktionsumfang.
Drei Kriterien helfen bei der Entscheidung:
- Vorhandenes Sicherheitspersonal: Ohne dediziertes Team sind Commercial oder Enterprise oft wirtschaftlicher als teure Nacharbeit nach einem Vorfall.
- Compliance-Anforderungen: NIS2-betroffene Betriebe profitieren von der längeren Datenaufbewahrung ab Commercial.
- Angriffsfläche: Viele mobile Endpoints oder Fremdgeräte sprechen für mindestens Control statt Core.
Häufige Fragen zu SentinelOne Singularity
Kann ich später von Core auf eine höhere Edition upgraden?
Ja, ein Upgrade ist innerhalb der Vertragslaufzeit möglich. Sinnvoll ist es, die Lizenzanzahl und den Bedarf beim Produktberater vorab zu klären, um Doppelkäufe zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen Complete und Commercial?
Complete liefert das technische EDR-Werkzeug für die eigene Analyse. Commercial ergänzt Identity Detection & Response sowie Managed Threat Hunting durch ein SentinelOne-Team, das aktiv nach Bedrohungen sucht.
Reicht Singularity Core als alleiniger Schutz aus?
Für Basis-Malware- und Ransomware-Abwehr ja. Für forensische Untersuchungen nach einem Vorfall oder aktives Threat Hunting fehlt Core die Storyline-Telemetrie der höheren Editionen.
Gilt der Preis pro Endpoint oder pro Lizenz insgesamt?
Alle genannten Preise gelten pro Workstation beziehungsweise Arbeitsplatz und Jahr, zzgl. 19 % MwSt., bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Unterstützt SentinelOne auch Server und nicht nur Workstations?
Ja, für Serverumgebungen bietet SentinelOne separate Lizenzmodelle. Die hier verglichenen Preise beziehen sich auf Workstation-Lizenzen.
Muss ich mich beim Wechsel zwischen Editionen auf eine neue Konsole umstellen?
Nein. Alle fünf Editionen laufen in derselben cloudbasierten Singularity-Konsole. Ein Upgrade schaltet zusätzliche Funktionsmodule frei, ohne dass Agenten neu ausgerollt oder Endpoints neu verbunden werden müssen.
Fazit: Erst Bedarf klären, dann Edition wählen
Der Preisunterschied zwischen Core und Enterprise liegt bei knapp 200 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr – bei 50 Endpoints sind das fast 10.000 Euro jährlich. Wer den tatsächlichen Bedarf an Threat Hunting, Identity-Schutz und Datenaufbewahrung vorab klärt, vermeidet sowohl Unterversorgung als auch unnötige Ausgaben. In wenigen Minuten zur passenden Edition: Produktberater starten, alternativ hilft das Team direkt über die Kontaktseite weiter.
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