Kurz gesagt: Die SonicWall TZ80 passt für Kleinstbüros und IoT, die TZ280 für Standorte bis rund 25 Arbeitsplätze, die TZ380 für wachsende Teams mit Glasfaser-Anbindung. Wer trotzdem zur falschen Größe greift, merkt es erst beim ersten Video-Call-Ruckeln im Büro – sobald SSL-Inspektion aktiv ist, bricht der Durchsatz ein. Ein Upgrade nach 12 bis 18 Monaten kostet dann doppelt: einmal für die zu kleine Box, einmal für den Neukauf. Dieser SonicWall TZ Vergleich ordnet alle drei Modelle anhand von Durchsatz, Ports und Lizenzmodell konkreten Bürogrößen zu. Alle drei gehören zur aktuellen SonicWall NGFW-Reihe bei Cyber Shop und lassen sich direkt online konfigurieren.
Was unterscheidet TZ80, TZ280 und TZ380 im Kern?
Alle drei Modelle sind Desktop-Firewalls der aktuellen SonicWall-Generation, unterscheiden sich aber deutlich in Durchsatz, Portzahl und Lizenzmodell. Die SonicWall TZ80 ist rein abonnementbasiert und zielt auf Kleinstbüros, Home-Offices und IoT-Umgebungen. Die SonicWall TZ280 und SonicWall TZ380 laufen dagegen auf der neueren Gen-8-Plattform mit SonicOS 8 und integriertem SD-WAN.
Im Shop-Konfigurator startet die TZ80 aktuell bei 560,58 Euro netto (Stand 08/2026, zzgl. MwSt.), die TZ280 bei 589,96 Euro und die TZ380 bei 830,59 Euro. Die Preise steigen damit erwartungsgemäß mit dem Durchsatz. Der angezeigte Betrag ist die Basiskonfiguration im Konfigurator und ändert sich mit gewählter Laufzeit und Security-Suite – für ein verbindliches Angebot lohnt sich ein Blick in den Konfigurator direkt auf der Produktseite.
Durchsatz und Ports im direkten Vergleich
Für die Kaufentscheidung zählt weniger der Listenpreis als der Durchsatz unter Last – vor allem, wenn SSL-Inspektion und Intrusion Prevention dauerhaft aktiv laufen. Wichtig für die Tabelle: DPI-SSL bezeichnet die Prüfung von verschlüsseltem Datenverkehr, SPI (Stateful Packet Inspection) die Zahl gleichzeitig offener Verbindungen, die die Firewall verwalten kann.
| Merkmal | TZ80 | TZ280 | TZ380 |
|---|---|---|---|
| Firewall-Durchsatz | 750 Mbit/s | 2,5 Gbit/s | 3,5 Gbit/s |
| Threat-Prevention-Durchsatz | 750 Mbit/s | 1 Gbit/s | 1,5 Gbit/s |
| DPI-SSL-Durchsatz | 250 Mbit/s | 430 Mbit/s | 600 Mbit/s |
| IPSec-VPN-Durchsatz | 750 Mbit/s | 1,2 Gbit/s | 1,6 Gbit/s |
| Ports | 4x 1GbE, 1x 1G SFP | 8x 1GbE, 2x 1G SFP | 8x 1GbE, 2x 5/2,5/1G SFP+ |
| Max. SPI-Verbindungen | 300.000 | 1 Million | 1,1 Millionen |
| Neue Verbindungen/Sekunde | 7.500 | 12.000 | 15.000 |
| Site-to-Site-VPN-Tunnel | 50 | 200 | 200 |
Quelle: SonicWall TZ Series Gen 8 Datenblatt.
Die SonicWall TZ380 hebt sich vor allem durch die Multi-Gigabit-SFP+-Ports ab, die direkte Glasfaser-Uplinks ohne zusätzlichen Medienkonverter erlauben. Optional gibt es ein redundantes Netzteil und erweiterbaren Speicher bis 512 GB für Logs und Compliance-Nachweise – ein Detail, das bei Standorten mit Audit-Pflicht relevant wird.
Welche SonicWall TZ passt zu welcher Bürogröße?
Die TZ80 eignet sich für Kleinstbüros, Home-Offices und IoT-Anbindungen mit wenigen Nutzern. Die TZ280 gilt bei Fachhändlern als Sweet Spot für Büros mit rund 10 bis 25 Arbeitsplätzen und Anschlüssen bis 500 Mbit/s. Die TZ380 passt zu wachsenden Standorten mit bis zu 50 Nutzern, Glasfaser-Anbindung oder mehreren Zweigstellen, die zentral verwaltet werden.
SonicWall selbst nennt in den Datenblättern keine festen Nutzerzahlen, sondern beschreibt Zielgruppen wie „kleine Büros“ oder „verteilte Unternehmen mit SD-Branch-Standorten“. Die genannten Richtwerte stammen von SonicWall-Fachhändlern und dienen als Orientierung, nicht als Garantie. Unsicher, welches Modell zu Ihrer VPN-Last und Nutzerzahl passt? Der Produktberater ordnet Ihren Standort in wenigen Minuten kostenlos einem passenden Modell zu.
VPN und Fernzugriff: Was leisten die drei Modelle?
Homeoffice-Anbindung und Zweigstellen-VPN gehören bei allen drei Modellen zum Funktionsumfang, unterscheiden sich aber in der Kapazität:
- TZ80: Natives SSL-VPN und IPSec-VPN mit bis zu 50 Site-to-Site-Tunneln, dazu native Integration in SonicWall Cloud Secure Edge für Zero-Trust-Netzwerkzugriff (ZTNA) – Zugriff auf interne Anwendungen nur nach Verifikation von Nutzer und Gerät.
- TZ280: 200 Site-to-Site-Tunnel, SSL-VPN und IPSec-Clients sowie Route-based VPN über OSPF, RIP und BGP für komplexere Netzwerktopologien.
- TZ380: Ebenfalls 200 Site-to-Site-Tunnel bei höherem IPSec-Durchsatz (1,6 Gbit/s statt 1,2 Gbit/s bei der TZ280) – relevant, wenn mehrere Standorte gleichzeitig verschlüsselt kommunizieren.
Alle drei Modelle unterstützen Zero-Touch-Deployment: Die Firewall meldet sich beim Erststart automatisch bei SonicWalls Cloud-Management an und lädt die hinterlegte Konfiguration selbstständig. Das reduziert den Rollout-Aufwand deutlich, wenn mehrere Standorte gleichzeitig ausgerollt werden.
Lizenzmodell und Laufzeit: Was steckt hinter TotalSecure und APSS?
SonicWall verkauft die Gen-8-TZ-Serie überwiegend als Bundle aus Hardware und Security-Suite mit fester Laufzeit. Bei der TZ80 heißt dieses Paket TotalSecure – ein Rundum-Bundle aus Firewall-Hardware und vollem Security-Stack mit Content-Filter, Anti-Malware und Intrusion Prevention, wahlweise mit 1 oder 3 Jahren Laufzeit. TZ280 und TZ380 nutzen die Advanced Protection Service Suite (APSS), die SonicWall laut eigenen Lizenzunterlagen auch getrennt von der Hardware und ohne Dauerabo anbietet – die konkrete Verfügbarkeit im Shop-Konfigurator sollte vor dem Kauf kurz mit dem Produktberater abgeglichen werden.
In allen Gen-8-Sicherheitspaketen ist zudem eine Cyber-Garantie von Cysurance eingebettet – vorausgesetzt, die Firewall wurde nach dem 1. November 2024 verkauft und mit aktiver APSS registriert. Wer später mehr Durchsatz braucht, kann innerhalb derselben Serie auf ein größeres Modell wechseln, ohne die Verwaltungsoberfläche zu wechseln.
NIS2: Reicht eine TZ-Firewall für die Nachweispflicht?
Eine TZ-Firewall allein erfüllt keine NIS2-Pflicht automatisch. Sie liefert mit Intrusion Prevention, Capture-ATP-Sandboxing und zentralem Reporting aber die technische Basis, die NIS2 für Netzwerksicherheit und Vorfallserkennung fordert. Die Dokumentation von Konfiguration, Logging und Updates bleibt Aufgabe des Unternehmens – dafür hilft die NIS2-Checkliste für KMU bei der Einordnung, welche Nachweise konkret gefordert sind.
Fazit: Welches Modell lohnt sich für Ihren Standort?
Für Kleinstbüros und IoT-Anbindungen ohne große Bandbreitenanforderungen reicht die TZ80. Büros mit 10 bis 25 Arbeitsplätzen und Glasfaser- oder VDSL-Anschluss bis 500 Mbit/s fahren mit der TZ280 am wirtschaftlichsten. Wachsende Standorte mit Multi-Gigabit-Uplink oder mehreren Zweigstellen greifen zur TZ380. Wer zusätzlich Modelle anderer Hersteller unter 1.000 Euro vergleichen möchte, findet im Beitrag zur besten Firewall unter 1.000 Euro für KMU eine Einordnung gegen Sophos und WatchGuard. Für eine Konfiguration passend zu Nutzerzahl, Anbindung und Budget hilft der Produktberater direkt weiter, individuelle Rückfragen beantwortet das Team über die Kontaktseite. Welches Kriterium gibt bei Ihnen den Ausschlag – Durchsatz, Preis oder die Zahl der Standorte?
Häufige Fragen zum SonicWall TZ Vergleich
Kann ich später von der TZ280 auf die TZ380 wechseln?
Ein Wechsel ist möglich, bedeutet aber einen Neukauf der Hardware. Bestehende Lizenzen lassen sich in der Regel nicht 1:1 übertragen – vor einem Upgrade lohnt sich Rücksprache mit dem Produktberater, welche Restlaufzeiten bestehender Suiten angerechnet werden können.
Braucht die TZ80 zwingend ein Abonnement?
Ja. Die TZ80 wird ausschließlich als abonnementbasiertes TotalSecure-Bundle mit 1 oder 3 Jahren Laufzeit verkauft, ein reiner Hardware-Kauf ohne Suite ist bei diesem Modell nicht vorgesehen.
Was bedeutet DPI-SSL bei SonicWall-Firewalls?
DPI-SSL steht für Deep Packet Inspection von SSL/TLS-verschlüsseltem Datenverkehr. Die Firewall entschlüsselt den Traffic kurzzeitig, prüft ihn auf Schadcode und verschlüsselt ihn wieder – dieser Vorgang kostet spürbar Durchsatz, weshalb die DPI-SSL-Werte deutlich unter dem reinen Firewall-Durchsatz liegen.
Unterstützen alle drei Modelle SD-WAN?
TZ280 und TZ380 bringen SD-WAN bereits in SonicOS 8 integriert mit, damit lassen sich günstige Internet-Anschlüsse statt teurer MPLS-Leitungen nutzen. Bei der TZ80 ist der Funktionsumfang auf Kleinstbüro-Anforderungen zugeschnitten und fällt entsprechend schlanker aus.
Wie viele gleichzeitige VPN-Nutzer unterstützt die TZ280?
Laut Hersteller unterstützt die TZ280 bis zu 5 IPSec-VPN-Clients mit insgesamt 200 Nutzern sowie eine SSL-VPN-Lizenz für bis zu 50 Nutzer. Für mehr gleichzeitige Remote-Zugriffe sind zusätzliche Lizenzen oder ein größeres Modell nötig.
Ist die TZ-Serie für Zweigstellen mit zentraler Verwaltung geeignet?
Ja. Alle drei Modelle unterstützen Zero-Touch-Deployment und lassen sich über SonicWalls Cloud-Management zentral ausrollen und verwalten – ein Vorteil für Unternehmen mit mehreren kleinen Standorten.
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