WithSecure Co-Monitoring 24/7 kostet ab 56,50 € pro Endpoint und Jahr — ein selbst betriebenes 24/7-SOC dagegen einen mittleren bis oberen sechsstelligen Betrag pro Jahr. Der Grund liegt im Personal: Ein Security Operations Center rund um die Uhr zu besetzen, bindet fünf bis acht Vollzeitkräfte allein für den Schichtbetrieb. Für die meisten Mittelständler steht dieser Aufwand in keinem Verhältnis zur Zahl der zu überwachenden Endpoints. Qualifizierte SOC-Analysten sind zudem auf dem Arbeitsmarkt kaum verfügbar. Ein Co-Monitoring-Modell teilt die Last: Der Anbieter übernimmt die Überwachung, das interne Team bleibt einsatzfähig. Dieser Beitrag vergleicht die WithSecure Co-Monitoring SOC Kosten mit dem, was ein eigenes SOC realistisch verschlingt, und zeigt am Rechenbeispiel, ab wann sich welches Modell trägt. Wer sofort Optionen sichten will, startet beim WithSecure Co-Monitoring 24/7 oder in der Übersicht der Managed Services.
Was ist WithSecure Co-Monitoring 24/7?
Co-Monitoring ist kein vollständig ausgelagerter Service, sondern ein geteiltes Betriebsmodell. WithSecure-Analysten überwachen die Sicherheitsmeldungen gemeinsam mit dem Team des Kunden — sieben Tage die Woche, auch abends, an Wochenenden und Feiertagen. Der Anbieter übernimmt drei Kernaufgaben:
- Alert-Triage: Fehlalarme werden herausgefiltert, bevor sie das interne Team erreichen.
- Eskalation: Kritische Vorfälle werden sofort mit Analyse und Handlungsempfehlung weitergereicht.
- Randzeiten-Abdeckung: Nächte, Wochenenden und Urlaubsphasen, in denen intern niemand auf Alarme schaut.
Damit adressiert der Dienst die teuerste Lücke eines KMU-Sicherheitsbetriebs: die Stunden außerhalb der Kernarbeitszeit. Das WithSecure Co-Monitoring 24/7 setzt auf der WithSecure-Elements-Plattform auf und ist damit an die bestehende Endpoint- und Detection-Landschaft des Herstellers WithSecure gekoppelt.
Was kostet WithSecure Co-Monitoring 24/7 im Vergleich zum eigenen SOC?
WithSecure Co-Monitoring 24/7 kostet ab 56,50 € pro Endpoint und Jahr (netto, Staffelpreise je nach Stückzahl, Stand Juli 2026). Ein selbst betriebenes 24/7-SOC bindet dagegen fünf bis acht Analysten plus SIEM– und Tooling-Kosten und liegt damit im mittleren bis oberen sechsstelligen Bereich pro Jahr — unabhängig von der Endpoint-Zahl.
Die versteckten Kosten eines eigenen SOC
Der reine Lizenzpreis einer Überwachungslösung ist nur die Spitze. Ein selbst betriebenes SOC verursacht Kosten, die in keiner Angebotszeile stehen:
- Personal im Schichtbetrieb: Für eine echte 24/7-Abdeckung braucht es fünf bis acht Vollzeitstellen, damit Urlaub, Krankheit und Nachtschichten lückenlos besetzt sind. Die Vollkosten eines qualifizierten SOC-Analysten liegen realistisch bei 80.000 bis 110.000 € pro Jahr.
- Recruiting und Fluktuation: SOC-Rollen sind schwer zu besetzen und wechseln häufig. Jede Neubesetzung kostet Suchaufwand plus mehrere Monate Einarbeitung, bis der Analyst produktiv ist.
- SIEM und Tooling: Ein SIEM (zentrale Sammlung und Auswertung aller Sicherheits-Logs) verursacht eigene Lizenz- und Betriebskosten, dazu kommen Ticketing, Threat-Intelligence-Feeds und Playbook-Pflege.
- Weiterbildung: Bedrohungslage und Werkzeuge ändern sich laufend; kontinuierliche Schulung ist Pflicht, nicht Kür.
Der Fachkräftemangel verschärft die Lage zusätzlich: Laut der Cybersecurity Workforce Study 2024 von (ISC)² fehlten weltweit rund 4,8 Millionen Sicherheitsfachkräfte — ein Rekordwert, der die Gehälter weiter treibt.
| Kostenfaktor | Eigenes SOC (24/7) | WithSecure Co-Monitoring 24/7 |
|---|---|---|
| Personal | 5–8 Analysten (Schichtbetrieb), 80–110 k€/Stelle | im Servicepreis enthalten |
| SIEM/Tooling | eigene Lizenzen + Betrieb | vom Anbieter gestellt |
| Recruiting/Fluktuation | laufend, schwer planbar | entfällt |
| Weiterbildung | intern zu tragen | Anbieter-seitig |
| Anlaufzeit | 6–12 Monate Aufbau | Tage bis wenige Wochen |
| Kostenbasis | fix, unabhängig von Endpoints | pro Endpoint skalierend |
| Einstieg | mittlerer/oberer 6-stelliger Bereich/Jahr | ab 56,50 €/Endpoint/Jahr |
Rechenbeispiel: 50 und 200 Endpoints im Vergleich
Ein Mittelständler rechnet beim Co-Monitoring mit einer klaren, planbaren Größe:
- 50 Endpoints, Co-Monitoring: 50 × 56,50 € = 2.825 € pro Jahr am Listenpreis-Einstieg. Mit Staffelrabatt sinkt der Preis pro Endpoint zusätzlich.
- 200 Endpoints, Co-Monitoring: Selbst mit dem vollen Einstiegspreis von 56,50 € ergäben sich 11.300 € pro Jahr — in der Praxis liegt der Pro-Endpoint-Preis in dieser Staffel darunter.
- Eigenes SOC: Schon fünf bis acht SOC-Analysten für den echten 24/7-Schichtbetrieb summieren sich mit Vollkosten auf einen mittleren bis oberen sechsstelligen Betrag pro Jahr — SIEM und Tooling noch nicht eingerechnet.
- Break-even: Selbst bei mehreren hundert Endpoints bleibt das Co-Monitoring meist die günstigere Option, weil die Personalkosten eines eigenen SOC unabhängig von der Geräteanzahl anfallen.
Die Rechnung kippt erst, wenn ein Unternehmen aus regulatorischen Gründen ein eigenes SOC vorhalten muss oder mehrere tausend Endpoints mit eigenen Compliance-Anforderungen betreibt.
Unsicher, welche Endpoint-Zahl welches Modell trägt? Der Produktberater grenzt die Frage in wenigen Minuten ein.
Für wen lohnt sich welches Modell?
Nicht jedes Unternehmen braucht dieselbe Antwort. Drei typische Konstellationen:
- Kleines IT-Team mit Tagesbetrieb: Co-Monitoring schließt die Nacht- und Wochenendlücke, ohne neue Stellen zu schaffen. Klarer Fall für den Service.
- Wachsender Mittelstand mit erster Security-Rolle: Co-Monitoring entlastet die einzelne Fachkraft und verhindert, dass sie im Alarm-Rauschen untergeht.
- Konzernnahe Struktur mit Compliance-Pflicht zum eigenen SOC: Hier kann der Eigenbetrieb trotz Kosten alternativlos sein — Co-Monitoring ergänzt dann punktuell.
Wer keine eigene Detection-Mannschaft aufbauen, sondern die Reaktion komplett abgeben will, sollte statt Co-Monitoring einen vollständig gemanagten Dienst prüfen — etwa WithSecure MDR oder die Angebote im Bereich Managed Detection and Response.
Wo Co-Monitoring an Grenzen stößt
Co-Monitoring ist ein Überwachungs- und Triage-Dienst, kein Rundum-sorglos-Paket. Die aktive Reaktion auf einen Vorfall — Isolieren, Zurücksetzen, Wiederherstellen — bleibt beim internen Team, das über die nötigen Rechte und Prozesse verfügen muss. Wer diese Kapazität nicht hat, braucht eine MDR-Lösung mit Response-Mandat. Auch setzt der Dienst eine funktionierende Detection-Basis voraus; ohne saubere Endpoint-Erkennung fehlt die Datengrundlage. Wie sich Erkennung, erweiterte Erkennung und gemanagte Reaktion unterscheiden, erklärt der Überblick zum Unterschied zwischen EDR, XDR und MDR.
FAQ
Ersetzt Co-Monitoring ein eigenes SOC vollständig?
Nein. Co-Monitoring übernimmt die 24/7-Überwachung und Triage, die aktive Reaktion auf Vorfälle bleibt beim internen Team. Für eine vollständige Auslagerung inklusive Response eignet sich ein MDR-Dienst besser.
Was kostet WithSecure Co-Monitoring 24/7 pro Endpoint?
Ab 56,50 € pro Endpoint und Jahr (netto, Stand Juli 2026). Der Preis pro Endpoint sinkt über Staffelstufen mit steigender Stückzahl. Die genaue Kondition hängt von Menge und Laufzeit ab.
Ab wie vielen Mitarbeitern lohnt sich der Service?
Bereits ab einem kleinen IT-Team ohne eigene Nacht- und Wochenendabdeckung. Die Alternative — ein 24/7-Schichtbetrieb mit fünf bis acht Stellen — ist für die meisten Unternehmen unter mehreren hundert Endpoints unwirtschaftlich.
Brauche ich WithSecure-Produkte, um Co-Monitoring zu nutzen?
Ja. Der Dienst setzt auf der WithSecure-Elements-Plattform auf und überwacht deren Detection-Daten. Eine bestehende oder geplante WithSecure-Umgebung ist Voraussetzung.
Unterstützt Co-Monitoring die NIS2-Anforderungen?
Es kann ein Baustein für kontinuierliches Monitoring sein, ist aber kein Konformitätsnachweis. Welche Pflichten NIS2 konkret stellt, fasst die NIS2-Compliance-Checkliste für KMU zusammen.
Fazit
Für Mittelständler unter mehreren hundert Endpoints ist ein selbst betriebenes 24/7-SOC in den seltensten Fällen wirtschaftlich — die Personalkosten allein sprengen jedes KMU-Budget. WithSecure Co-Monitoring 24/7 schließt die Überwachungslücke zu einem planbaren, pro Endpoint skalierenden Preis und lässt das interne Team die Kontrolle behalten. Welches Modell — Co-Monitoring, MDR oder Eigenbetrieb — zu Ihrer Endpoint-Zahl und Ihren Compliance-Pflichten passt, klärt eine kurze Einordnung über den Produktberater.
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