Der WatchGuard Endpoint Security Vergleich in einem Satz: Basic verhindert Infektionen, Prime isoliert befallene Rechner automatisch, 360 lässt nur geprüfte Programme laufen und Elite liefert Forensik für Sicherheitsteams. Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter öffnet freitags um 17 Uhr einen präparierten Anhang. Ob der Rechner dann selbsttätig vom Netz getrennt wird, entscheidet die Edition. Die früheren Panda-Produkte EPP, EPDR und Advanced EPDR heißen heute Basic, 360 und Elite, Prime ist 2026 neu dazugekommen. Das gesamte Sortiment finden Sie in der Kategorie Endpoint Security.
WatchGuard Endpoint Security Vergleich: die vier Editionen im Überblick
Die vier Editionen sind gestaffelt. Jede höhere Stufe enthält alles aus der darunterliegenden. Alle vier laufen in der WatchGuard Cloud, also ohne eigenen Verwaltungsserver. Sie schützen Windows, macOS und Linux, Basic bis 360 laut WatchGuard zusätzlich Android und iOS.
| Funktion | Basic | Prime | 360 | Elite |
|---|---|---|---|---|
| Schutz vor Malware, Ransomware und Phishing | ja | ja | ja | ja |
| Exploit-Schutz und Echtzeit-Isolierung | – | ja | ja | ja |
| Ursachenanalyse, Alarme nach MITRE ATT&CK | – | ja | ja | ja |
| Zero-Trust Application Service | – | – | ja | ja |
| Programme nach Hash oder Name sperren | – | – | ja | ja |
| Forensik, Remote Shell, IOC- und YARA-Suche | – | – | – | ja |
| Datenaufbewahrung | 30 Tage | 30 Tage | 90 Tage | 90 Tage |
| Einstiegspreis netto laut Shop (Stand 01.11.2026) | ab 42,29 € | ab 52,46 € | ab 73,87 € | ab 95,28 € |
Die Funktionszuordnung stammt aus der Funktionsübersicht von WatchGuard. Der tatsächliche Preis hängt von Lizenzstaffel, Laufzeit und Lizenztyp ab und wird im Konfigurator der jeweiligen Produktseite berechnet.
Basic: Prävention für kleine Büros
WatchGuard Endpoint Security Basic ist aus der früheren EPP-Lösung hervorgegangen. Sie blockiert bekannte und unbekannte Malware, Ransomware und Phishing-Seiten. Dazu kommen Firewall, Intrusion-Prevention auf dem Gerät, Gerätekontrolle für USB-Sticks und URL-Filter.
Was Basic fehlt, ist die Reaktion: kein Exploit-Schutz, keine Isolierung eines befallenen Rechners aus der Konsole. Als Zusatzmodule kommen vor allem Patch Management und Full Encryption infrage. Basic passt zu Büros mit wenigen Arbeitsplätzen, deren Dienstleister vor allem Prävention und Patch-Stand im Blick behält.
Prime: EDR ohne Analysten-Aufwand
WatchGuard Endpoint Security Prime ist laut WatchGuard seit 1. April 2026 verfügbar. Prime ergänzt Basic um EDR-Funktionen (Endpoint Detection and Response, also Erkennung und Reaktion auf dem Endgerät). Dazu gehören Exploit-Schutz, die Isolierung eines Rechners per Klick und eine Ursachenanalyse. Sie ordnet Alarme dem MITRE-ATT&CK-Katalog zu, einer öffentlichen Sammlung bekannter Angriffstechniken.
Ab Prime lassen sich außerdem Advanced Reporting Tool, Data Control und SIEMFeeder zubuchen. SIEMFeeder liefert die Endpoint-Ereignisse an ein vorhandenes SIEM, also ein System zur zentralen Auswertung von Sicherheitsereignissen. Prime richtet sich an Unternehmen, die automatische Reaktion wollen, aber kein Team für tägliche Auswertungen haben.
Was unterscheidet WatchGuard Endpoint Security 360 von Prime?
360 ergänzt Prime um den Zero-Trust Application Service: Programme und Prozesse laufen erst, wenn WatchGuard sie als unbedenklich eingestuft hat. Dazu kommen das Sperren von Programmen nach Hash oder Name, Endpoint Access Enforcement und 90 statt 30 Tage Datenaufbewahrung. Endpoint Access Enforcement verwehrt Geräten ohne aktiven Schutz den Zugriff.
Mit WatchGuard Endpoint Security 360, der früheren EPDR, dreht sich die Logik um. Statt Bekanntes zu blockieren, wird nur Geprüftes zugelassen. Das wirkt vor allem gegen unbekannte Programme und gegen Angreifer, die legitime Werkzeuge wie PowerShell missbrauchen. Nur 360 und Elite erkennen zudem kompromittierte, an sich legitime Anwendungen. Die längere Aufbewahrung zahlt sich aus, wenn ein Vorfall erst Wochen später auffällt. Wie sich die frühere EPDR im Alltag schlägt, beschreibt unser Beitrag WatchGuard EPDR für KMU.
Elite: Threat Hunting für Teams mit Sicherheitsexpertise
WatchGuard Endpoint Security Elite enthält alles aus 360 und ergänzt Werkzeuge für eigene Untersuchungen:
- Deep-Context-Forensik mit Echtzeit-Telemetrie und erweiterten Abfragen
- Suche nach Kompromittierungsindikatoren im STIX-Format (Standard für Bedrohungsdaten) und mit YARA-Regeln (Suchmuster für Schadcode)
- Remote Shell für Maßnahmen direkt auf dem betroffenen Gerät
- Dateianalyse mit CAPA, das zeigt, was eine Datei tun kann
- GenAI-Assistent zur Unterstützung bei Untersuchungen
Diese Funktionen nützen nur, wenn jemand sie bedient. Elite passt zu Unternehmen mit eigenem Sicherheitsteam oder einem festen MDR-Partner, der Vorfälle aktiv untersucht. Den Unterschied zwischen EDR, XDR und MDR erklärt unser Ratgeber EDR, XDR und MDR.
Welche Edition passt zu welchem Unternehmen?
Die wichtigste Frage ist nicht die Firmengröße, sondern wer Alarme bearbeitet. Diese Faustregeln helfen bei der Einordnung:
- Kein eigener IT-Mitarbeiter, Dienstleister kommt nach Bedarf: Basic, ergänzt um Patch Management.
- IT-Generalist ohne Zeit für tägliche Auswertungen: Prime, weil Isolierung und Exploit-Schutz automatisch greifen.
- Branchen mit hohem Ransomware-Risiko oder NIS2-Pflichten: 360, wegen Zero Trust und 90 Tagen Datenhaltung.
- Eigenes Sicherheitsteam oder MDR-Partner: Elite, weil Forensik und Threat Hunting dort genutzt werden.
Server sind laut WatchGuard in jeder Edition bis zu 10 Prozent der lizenzierten Geräte enthalten. Für mehr Server gibt es WatchGuard Endpoint Security for Servers.
Zwei weitere Produkte sorgen oft für Verwirrung. „WatchGuard EDR“ läuft als eigenes Produkt weiter, hat aber weder Firewall noch Gerätekontrolle, URL-Filter oder Unterstützung für Smartphones. Firebox-Kunden mit Total Security Suite erhalten EDR Core für eine modellabhängige Zahl an Geräten. Das ist ein Einstieg, ersetzt aber keine vollständige Endpoint-Edition. Bei einem Upgrade auf Prime oder 360 wird die EDR-Core-Lizenz laut WatchGuard inaktiv.
Bei NIS2 gilt: Keine Edition macht ein Unternehmen allein konform. Sie liefert technische Bausteine für Vorfallserkennung und Nachweise. Welche weiteren Maßnahmen dazugehören, zeigt unsere NIS2-Checkliste für KMU. Alle Produkte des Herstellers finden Sie im WatchGuard-Sortiment.
Häufige Fragen zum WatchGuard Endpoint Security Vergleich
Stammt WatchGuard Endpoint Security von Panda Security?
Ja, die Produkte gehen auf Panda Security zurück, das WatchGuard übernommen hat. Basic ist aus der EPP hervorgegangen, 360 hieß früher EPDR und Elite Advanced EPDR. Prime ist eine neue Zwischenstufe.
Kann ich später auf eine höhere WatchGuard-Edition wechseln?
Ja. Alle vier Editionen nutzen laut WatchGuard denselben Agenten und dieselbe Cloud-Konsole. Ein Upgrade wird über die Lizenz freigeschaltet. Den Ablauf für Ihre Umgebung klären wir im Angebot.
Welche WatchGuard-Edition unterstützt Mac und Smartphones?
Basic, Prime und 360 unterstützen laut WatchGuard Windows, macOS, Linux, Android und iOS. Für Elite nennt WatchGuard Windows, macOS und Linux. Der Funktionsumfang auf Smartphones ist geringer als auf PCs.
Reichen 30 Tage Datenaufbewahrung bei WatchGuard Endpoint Security?
Für die Reaktion auf laufende Vorfälle meist ja. Für die Aufklärung lang unentdeckter Angriffe sind die 90 Tage von 360 und Elite deutlich besser. Eine Aufbewahrung von einem Jahr bietet WatchGuard als Zusatzmodul an; ob es für Ihre Edition verfügbar ist, klären wir im Angebot.
Was kostet WatchGuard Endpoint Security pro Gerät?
WatchGuard lizenziert pro Endgerät. Die Einstiegspreise liegen laut Shop zwischen 42,29 € (Basic) und 95,28 € (Elite) netto pro Endgerät für die kleinste Konfiguration, Stand 01.11.2026. Der Endpreis hängt von Lizenzstaffel, Laufzeit und Lizenztyp ab. Zusatzmodule werden für dieselbe Geräteanzahl lizenziert wie die Grundlizenz.
Fazit: Erst die Alarmfrage klären, dann die Edition wählen
Basic schützt, Prime reagiert, 360 lässt nur geprüfte Programme zu und Elite gibt Sicherheitsteams Werkzeuge für eigene Untersuchungen. Klären Sie als Erstes, wer bei Ihnen Alarme bearbeitet – danach ist die Wahl meist eindeutig. Nennen Sie uns Geräteanzahl, Betriebssysteme und wer Alarme bearbeitet. Wir schicken Ihnen ein Angebot mit Staffelpreis für die passende Edition über das Kontaktformular. Für eine erste Orientierung hilft der Produktberater.
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