Die FortiGate-Verlängerung liegt auf dem Tisch, und die Rechnung für weitere drei Jahre fällt höher aus als erwartet? Im Mittelstand ersetzen vier Firewall-Familien eine FortiGate: WatchGuard, Sophos, Securepoint und SonicWall. Eine Fortinet Alternative KMU finden Sie am besten über Betrieb, Lizenzmodell und Support, nicht über Datenblattwerte. Welches Modell passt, klärt der Produktberater in wenigen Minuten. Alle Geräte stehen unter Firewalls (NGFW).
Welche Fortinet Alternative KMU ersetzt eine FortiGate?
WatchGuard Firebox, Sophos XGS, Securepoint und SonicWall TZ sind gängige Ersatzgeräte für eine FortiGate im Mittelstand. Welches passt, entscheiden drei Punkte: der Durchsatz mit aktiver UTM-Prüfung (Virenschutz, Web-Filter und Intrusion Prevention zugleich), der erreichbare Support in Ihrer Sprache und der Aufwand, die bestehende Konfiguration nachzubauen.
Die vier Alternativen im Überblick
Die folgende Tabelle ordnet die Familien nach dem, was im KMU-Alltag zählt.
| Familie | Stärke | Verwaltung | Passt zu |
|---|---|---|---|
| WatchGuard Firebox | Gebündelte Security-Pakete, zentrale Cloud-Verwaltung | WatchGuard Cloud | Mehrere Filialen mit wenig IT-Personal |
| Sophos XGS | Enge Verzahnung mit Sophos Endpoint | Sophos Central | Betriebe mit Sophos-Endpoints oder MDR |
| Securepoint | Hersteller aus Deutschland, deutschsprachiger Support | Zentrale Verwaltung durch Securepoint | Betriebe, die Ansprechpartner in Deutschland wollen |
| SonicWall TZ | Breites Gerätespektrum für kleine Standorte | Network Security Manager | Kleine Büros und Filialen |
Gerät und Lizenz vergleichen Sie am besten gemeinsam über die gesamte Laufzeit. Aktuelle Preise stehen auf den Produktseiten.
WatchGuard Firebox: gebündelte Pakete, zentrale Verwaltung
WatchGuard verkauft Firewalls mit Security-Paketen. Die Lizenz bündelt Dienste wie Virenschutz, Web-Filter und Intrusion Prevention als Basic oder Total Security Suite. Das erleichtert die Kalkulation, weil Sie nicht jeden Dienst einzeln bestellen. Die Verwaltung läuft über WatchGuard Cloud, sodass sich mehrere Standorte zentral überwachen lassen. Für kleinere Standorte ist die WatchGuard Firebox T-Serie der übliche Einstieg, größere Standorte schauen auf die M-Serie. Grenze: Wer sehr feine Einzellizenzen wünscht, findet bei Paketmodellen weniger Spielraum. Alle Modelle stehen im WatchGuard-Bereich.
Sophos XGS: sinnvoll, wenn Sophos schon im Haus ist
Setzen Sie bereits Sophos Endpoint oder Managed Detection and Response (MDR, ein Dienst, bei dem Analysten rund um die Uhr nach Angriffen suchen) ein, spricht vieles für eine Sophos-Firewall. Endpoint und Firewall tauschen über Synchronized Security Informationen aus: Ein auffälliger Rechner kann automatisch vom Netz isoliert werden. Beide Produkte verwalten Sie gemeinsam in Sophos Central. Als Einstieg eignet sich die Sophos XGS 87w, weitere Modelle liegen im Sophos-Bereich. Grenze: Der Vorteil schrumpft, wenn Ihre Endpoints von einem anderen Hersteller stammen.
Securepoint: Hersteller aus Deutschland
Securepoint sitzt in Lüneburg und bietet UTM-Firewalls vom kleinen Black-Dwarf-Gerät bis zu Rackmount-Modellen. Interessant ist die Familie für Betriebe, die einen deutschsprachigen Ansprechpartner und einen Hersteller im eigenen Rechtsraum bevorzugen. Das Angebot im Shop reicht von Hardware über eine virtuelle Variante bis zu ergänzenden Produkten wie Antivirus und Awareness-Training. Die Modelle stehen im Securepoint-Bereich. Prüfen Sie bei größeren Standorten den Durchsatz des gewählten Modells genau.
SonicWall TZ: kleine Standorte und Filialen
Die TZ-Serie richtet sich an kleine Büros, Filialen und Home-Office-Anbindungen. Im Shop gibt es mehrere Modelle, etwa TZ80, TZ280 und TZ380. Prüfen Sie hier besonders genau, welche Lizenz zum Gerät gehört, denn Funktionen wie Gateway-Virenschutz und Web-Filter hängen am Sicherheitspaket. Die Modelle stehen unter SonicWall. Für größere Netze mit hohem Durchsatz sehen Sie sich zusätzlich die Firewalls von Palo Alto an.
Wann sich ein Wechsel lohnt und wann nicht
Ein Wechsel ist kein Selbstzweck. Er lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:
- Die Verwaltung kostet im Team mehr Zeit, als sie sollte, weil nur eine Person die Konfiguration versteht.
- Die Lizenzkosten über drei Jahre liegen deutlich über dem Angebot einer Alternative mit vergleichbarem Funktionsumfang.
- Sie wollen Firewall, Endpoint und Überwachung bei einem Hersteller bündeln und zentral verwalten.
- Ein Standort wird neu aufgebaut, sodass ohnehin kein laufender Betrieb umzuziehen ist.
Bleiben die FortiGates dagegen stabil, die Konfiguration ist dokumentiert und der Preis stimmt, spricht wenig für einen Umbau im laufenden Jahr. Planen Sie den Wechsel dann zum Ablauf der Lizenz, damit keine Restlaufzeit verfällt. Wichtig ist außerdem der Blick auf die Support-Endzeiten Ihres bisherigen Geräts: Läuft der Hersteller-Support aus, fehlen Sicherheitsupdates, und ein Austausch wird dringlicher.
Worauf Sie bei Lizenz und Laufzeit achten
Eine Firewall besteht aus Hardware und Lizenz. Die Hardware läuft oft fünf Jahre oder länger, die Sicherheitsdienste (Virenschutz, Web-Filter, Intrusion Prevention, Support) werden dagegen in Laufzeiten von einem bis fünf Jahren gebucht. Rechnen Sie deshalb immer die Gesamtkosten über die geplante Nutzungsdauer. Achten Sie darauf, ob die Lizenz zum Gerät gehört oder an ein Benutzerkonto gebunden ist, ob ein Austauschservice enthalten ist und ob Updates auch nach Ablauf der Dienste weiter verfügbar bleiben. Die Antworten unterscheiden sich je Hersteller und Modell und stehen in den Lizenzbedingungen auf der jeweiligen Produktseite.
Checkliste: So bereiten Sie den Wechsel vor
Ein Herstellerwechsel gelingt, wenn Sie vor der Bestellung die Anforderungen klären:
- Regelwerk exportieren und bereinigen: Unbenutzte Regeln nehmen Sie gar nicht erst mit.
- VPN-Verbindungen auflisten: Standortkopplungen, Client-Zugänge, Partner-Tunnel.
- Durchsatz mit aktivierter Prüfung planen: Den Wert ohne Sicherheitsdienste nicht als Maßstab nehmen.
- Lizenzlaufzeit und Support festlegen: Die Details stehen im Beitrag zu Firewall-Lizenzkosten.
- Umschaltzeitpunkt wählen: Ein Wartungsfenster außerhalb der Geschäftszeit, mit Rückweg auf die alte Firewall.
Das BSI beschreibt in seinen IT-Grundschutz-Bausteinen Anforderungen an Netzübergänge, die als Prüfraster für die neue Firewall dienen können.
Häufige Fragen zum Wechsel
Lässt sich die FortiGate-Konfiguration automatisch übernehmen?
Meist nicht vollständig. Adressobjekte und einfache Regeln lassen sich oft per Skript oder Export umsetzen, VPN-Einstellungen und Web-Filter-Profile müssen in der Regel neu gebaut werden. Planen Sie dafür Zeit ein.
Brauche ich beim Wechsel neue Lizenzen für alle Dienste?
Ja. Lizenzen sind herstellerbezogen und nicht übertragbar. Fortinet-Verträge enden nicht automatisch mit dem Gerätewechsel, prüfen Sie daher die Kündigungsfrist.
Welche Alternative ist die günstigste?
Das hängt vom Modell und der Laufzeit ab. Vergleichen Sie immer Gerät plus Lizenz über die gesamte Laufzeit, nicht den Gerätepreis allein.
Wie lange dauert ein Wechsel?
Je nach Regelwerk und Zahl der VPN-Verbindungen meist einige Tage bis wenige Wochen, inklusive Test und Wartungsfenster.
Fazit: Welche Fortinet Alternative KMU passt?
Es gibt keine pauschal beste Lösung. Wer viele Filialen zentral verwalten will, schaut zuerst auf WatchGuard. Wer Sophos Endpoint einsetzt, profitiert von der Sophos-Firewall. Wer Support aus Deutschland braucht, prüft Securepoint, und für kleine Standorte ist SonicWall eine Option. Starten Sie im Produktberater für eine Modellempfehlung, oder fordern Sie über den Kontakt ein Angebot für Gerät plus Lizenz an.
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